Donnerstag, 29. September 2011

EUROPA: Bestrafung dominiert





Schärfere Strafen, die Peitsche für Euro-Schulden-Staaten

Die junge Dame ist ein Bild-Zitat. Die Beschriftung "Bank", die Wappen, der Euro, die Handschellen, der Hintergrund und die Griechen-Fahne am Boden wurden von mir für diese meine Idee hinzu gefügt.

Bestrafung: dominierende Länder wie Deutschland, Frankreich und das Europäische Parlament wollen strafen, wenn Länder wie Griechenland, deren Staatsanleihen Schrott sind und die ihre europäischen Stabilitäts-Kriterien nicht eingehalten haben, ihre Staatsdefizite nicht mehr in Ordnung bringen können. Es geht den Straf-erfahrenen dominierenden Staaten darum, ihre Bürgschaften für diese Schrott-Papiere, die bei der EZB, in Privatbanken und wieder in Landes-Banken liegen und dort vor sich hin modern, möglichst nicht sogleich, sondern in fernerer Zukunft auf ihren Bürgern abzuladen und diese für diese Last erst dann zur Kasse zu bitten. Sie fürchten um ihre Wählerstimmen und strafen jetzt erst einmal, um zumindest die nächsten Wahlen nicht zu gefährden. In diesem Sinne führt Frau Merkel, wenn sie anführt.

Genützt haben solche Versuche in der Vergangenheit nicht. Im Gegenteil. Strafe animiert zu Untergrund-Korruption, zu Betrug, zur listigen Bekämpfung der Strafen, zur Revenge, zum bockigen Nicht-Befolgen. Kein Land kann letztlich gezwungen werden, es sei denn mit militärischer Gewalt (1), und auch dann verschiebt sich die Wut auf später, geht nicht verloren. Wut auf Europa wird gezüchtet. Und die dominierenden Länder erreichen gar nichts. Sie werden die von ihnen auferlegten Spar-Kriterien sogar selbst wieder nicht einhalten, wie schon zuvor.

Oft lieben diejenigen, die gerne strafen, an sich selbst die Lust-Bestrafung. Politiker, die Macht haben und dies ausnutzen, benötigen den Ausgleich, von einer Domina gezüchtet zu werden, um überhaupt gelegentlich noch zu ihrem Orgasmus zu kommen. Geld spielt keine Rolle. Es schwimmt heran. Es kommt ja ganz von allein. Auch dafür waren Gesetze erforderlich, damit immer mehr Geld geschwommen kommt, ganz ohne Strafen, lediglich aufgrund gesetzlich abgesicherter Selbst-Bedienung aufkosten der europäischen Bürger und Steuerzahler. Ein Beispiel für das Schwimmen im Geld: Das neue EZB-Gebäude wird, nach den üblichen Änderungs-Wünschen von aasenden Politikern und entsprechender Preis-Schraube der Bau-Firmen, garantiert über eine Milliarde Euro kosten. Garantiert! Gebürgt!



Nachtrag am 30/Sept/2011 (nach der Rettungs-Schirm-Abstimmung im Bundestag)

Der Bundes-Tag hat zum zweiten Mal eklatant gegen die weit überwiegende Mehrheit deutscher Bürger entschieden: wiederholt für den Afghanistan-Militär-Einsatz wider alle Vernunft, ängstlich Erwartungen der USA erfüllend und dann mit Heils-Armee-Ausreden doch nicht ganz dabei, und nun für Ausweitungen des europäischen Rettungs-Schirms, der Garantien und Bürgschaften in Höhe von 211 bis maximal über 400 Milliarden zu Lasten des Steuerzahlers bereit hält in der blauäugigen Hoffnung, die Bürgschaften werden nie abgerufen werden und in der Erwartung, so in Europa eine wirksame zentralisierte Finanz-Verwaltung implementieren zu können. Glaube und Hoffnung gehören eigentlich zur Religion, zur Religions-Freiheit. Die harte Realität aber ist auf Sumpf ohne Glaube und Hoffnung gebaut, weil alte gravierend Fehler nun ihre folgenreichen Konsequenzen haben. Diese alten gravierenden Fehler waren, ebenfalls gegen deutsche Bürger, im Zusammenhang mit der ersten Finanz- und Banken-Krise gemacht worden, damals ebenfalls, um vergangenes Fehlverhalten in den Ausmaßen massiver Wirtschafts-Kriminalität und Zockerei zu vertuschen und zu lügen. Dagegen hatte ich ausführlich protestiert. Nun protestiere ich gegen die gestrige Risiko-Entscheidung des Bundestages. Außerdem gegen beängstigende Demokratie-feindliche Verfahren, Anders-Denkenden in Bundestag Redezeit zu verweigern. Mit Merkel wird Deutschland SED-parlamentarisch. Diese Tendenz überträgt Merkel auf Europa. Zur strafenden Peitsche kommt auf Europa ein Spitzel-System zu, das der ehemaligen DDR entlehnt ist (Merkel: "Ich hatte dort alle Literatur zur Verfügung, wunderbar!", Anmerkung: erlaubt war und in den Regalen stand nur System-erhaltende Literatur).

Der Vergleich Merkel-Anastasia von oben ist milde. In Wirklichkeit wird Wahrheit zerknüllt. Abgesehen von der Frechheit, Europa auf den Euro zu reduzieren und seine Zukunft mit einem läppischen Zahlungs-Mittel zu verknüpfen, wird dem Bürger suggeriert, es ginge nicht anders, die "Rettung" müsse sein, sonst breche alles auseinander. Dem Bürger wird Angst gemacht, während er ausgeraubt wird. Die Teuerung aufgrund der Einführung des Euro um 100 Prozent am Anfang wird zu 400 Prozent am Ende. Andere Länder gehen erfolgreiche Wege ohne all dem.

Polen hat seine Währung behalten, die Preise und Lebenshaltungs-Kosten halten sich auf einem Drittel derjenigen von Deutschland. Und Polen exportiert, seine Wirtschaft floriert. Wir müssen also nur zum östlichen Nachbarn schauen und schon wird klar, die deutsche Regierung lügt die Bürger an, hat sich in eine endlose Kette von Fehlentscheidungen verstrickt.


Nachtrag 01/Okt/2011

Das Aufweichen der Stabilitäts-Kriterien durch vorherige Regierungen war der kleine Finger. Nun will der Schulden-Teufel die ganze Hand von der jetzigen. Auf der Rutschbahn nach unten scheint es kein Zurück zu geben. Die Mehrheit im Bundestag für erweiterte "Rettungs-Schirme" suggeriert dem Volk: gute Entscheidung, eine große übergreifende Mehrheit war dafür, die Kanzlermehrheit sei sogar ein Erfolg für die Regierung und Deutschland. Diese Suggestion ist leider eine Täuschung. In Wahrheit ging es anscheinend konsequenterweise jetzt schon nicht mehr anders. Entschieden wurde ein Übel, das nicht mehr abgewendet werden kann. Die Mehrheit entschied sich für Totalität, koste es, was es wolle, um die drohenden Katastrophen in die Zukunft zu verschieben.

Die Finanzmärkte reagierten auf diesen Kraftakt der teils verstörten, größtenteils unwissenden Parlamentarier nur mit einem Achselzucken und lenkten ihr Augenmerk gleich wieder auf die gefährdeten Konjunkturen. Der soeben beschlossene "Rettungs-Schirm" soll jetzt schon wieder "Hebel" bekommen, damit die Bürgschaften aufgestockt werden können, weil sie fast unmittelbar nach der Abstimmung bereits als zu niedrig gelten. Die wenigen Parlamentarier in den Reihen der CDU, die gegen diesen Wahnsinn stimmten, werden geschnitten, gemobbt. Nach diesem Nachtrag schaue ich ein wenig Deutsche Welle, Udo Jürgens bei Beckmann. Er schildert ein neues Lied, singt von genau diesem "Wahnsinn".


Nachtrag 04/Okt/2011

1,5 Milliarden hatten die Griechen noch in Schubladen oder Strümpfen versteckt, möglicherweise in der Villa des Finanz-Ministers. Ich sagte ja, die Insolvenz könne getrost ausprobiert werden. Es sind noch mehr Milliarden da, da bin ich mir sicher. Die Hübsche von oben mit dem Euro an den Handschellen hat etwas bewirkt, vorerst sanft mit weiblicher Hand, noch ganz ohne Peitsche.

Warum die Super-Reichen aus Griechenland ihren Landsleuten nicht helfen, kann ich nicht verstehen. Sie schaufelten und zahlten keine Steuern. Schon zu Beginn der Krise haben sie sich schnell in Nachbar-Länder abgesetzt oder irgendwo sonst hin, haben sich versteckt. Sie wissen jedoch, wo die Gold-Reserven liegen. Man sollte sie aufspüren und fragen.



Nachtrag 05/Okt/2011

Mein fettes Schwein, das zu fett wurde, um Trüffel suchen zu können, selbst Trüffel in Form von Pralinen konsumiert und dem der Reichtum schon aus den Ohren kommt, ist seit Januar 2009 aktuell geblieben und hat wegen der Super-Reichen aus Griechenland noch einmal an Aktualität hinzu gewonnen, kaum zu glauben. Derweil müht sich ein großer Teil der arbeitenden Bevölkerung Europas ab, für diese Schweine zu bürgen, ihr sauer verdientes Geld bettelnd hinhalten zu dürfen.





Die griechischen Schweine kein Wein


Die Trüffel sind schwer zu finden, aber die Schweine müssten doch eigentlich zu finden sein, auch wenn sie ihre Heimat Griechenland schnell verlassen haben. Wo sind die reichen griechischen Schweine hin? Wo darf der europäische Euro-Steuerzahler sein sauer verdientes Geld in Griechenland einzahlen, weil sie sich schnell abgesetzt haben und das Land pleite geht? Wo darf er bürgen, garantieren und sich an welchem Schalter anstellen? Oder haben die Griechen gar keine Schalter, weil ihre Bürokratie wegen Konsums süßer Pralinen ebenfalls unbeweglich geworden ist? Müssen die Schalter zum Einzahlen erst von Brüssel geschaffen werden? 




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(1)


Die griechische Führungs-Schicht weiß, was sie verbrochen hat. Die gleichen Leute sollen jetzt ihr Land retten. Absurd! Sie will sich nun selbst schützen. Gebrauchte Panzer etc. werden geordert, egal, wieviel die Unterhaltung und Reparatur kostet. Hauptsache sie können notfalls gegen Demonstranten oder ausländische Okkupatoren eingesetzt werden. Das Sicherheits-Bedürfnis der Führungs-Schicht nimmt pychopatische Ausmaße an. Erst wurde Europa jetzt das eigene Volk betrogen, das die Kohlen aus dem Feuer holen soll und mit immer mehr Einsparungen deformiert wird. Diese Schicht, die Leute, die nach allen Seiten hin betrügen, um gut zu leben, verbirgt ein korruptes gigantisches Chaos, an dem sie listig profitiert hat.


Nachtrag 11/Nov/2011

Ein Wort zur "Transaktions-Steuer"

Eine Transaktions-Steuer wäre gut, wenn sie in Rettungs-Schirme für überschuldete Staaten fließen würde. Wirtschafts-Wachstum würde wiederbelebt werden. Davon profitieren auch Gläubiger-Staaten wie China. Auch der Finanzmarkt würde profitieren. Auf diese Weise entsteht ein Wirtschafts-Beschleuniger, ein Kreislauf, der allen nützt. Armut muss allerdings von internationalen Organisationen, von Staaten und Spenden finanziert werden. Aber auch die Armuts-Bekämpfung würde belebt werden, weil der "Wirtschafts-Beschleuniger" mehr Geld in die Kassen spült, zwar nicht direkt über die Transaktions-Steuer, aber indirekt durch den beschleunigten Kreislauf. Mit diesem Konzept könnte vielleicht eine internationale Einigung erzielt werden.
Idee, wie stets: micha vRhein


weiter 11/Nov/11

17 Euro-Länder und 10 EU-Länder mit eigenen Währungen

Was unterscheidet sie? Wie wirken sich die Bestrebungen aus, den 17 Euro-Ländern eine zentrale Verwaltung zu geben? Werden die anderen 10 EU-Länder mit eigenen Währungen an die Wand gedrückt? Wird Zentralismus an ihnen vorbei geplant? Sind sie denn nicht auch Europa?

Die 10 EU-Länder mit eigenen Währungen stehen besser da als diejenigen mit dem Euro als Währung. Berechnet man die Verschuldung pro Einwohner, ist nur England mit ca. 22500 Euro pro Einwohner "hoch" verschuldet, jedoch noch unter dem Durchschnitt der 17 Euro-Länder. Es folgen Dänemark mit 19000 Euro, Schweden mit 15000. Dann wird die Verschuldung viel geringer: Ungarn 7500, Tschechien 6300, Polen 5500, Lettland 4000, Litauen 3600, Rumänien 2000, Bulgarien nur 900.

Die Liste der 17 Euro-Länder wird von Irland angeführt: ca. 37000 Euro pro Einwohner. Es folgen: Griechenland und Belgien mit je 32000, Italien mit 31000, Deutschland, Frankreich und Österreich mit je 26000, die Niederlande mit 23500, Finnland 17500, Spanien, Luxemburg und Portugal mit 16000, Zypern 14600, Malta 11000, Slowenien 8000, Estland 6600, die Slowakei 5700. Die Zahlen sind von mir durch "kaufmännisches Rechnen", d. h. durch Auf- und Abrundung, ermittelt worden.

Daraus ergibt sich, dass der Euro gescheitert ist, weil ihm eine zentrale "Regierung" oder bestimmende zentrale Verwaltung fehlt. Dies soll irgendwie nun nachgeholt werden. Das heißt: die Euro-Länder versuchen den Vorteil der Nicht-Euro-Länder in der EU irgendwie zu greifen. Sie schieben die Gesamt-EU vor und wollen im Nachhinein, nachdem das Kind ins Wasser gefallen ist, nachdem die Schulden beispiellos hoch geschraubt sind, eine zentrale Kraft errichten, die sie als EU-Zentrale deuten, die in Wirklichkeit aber eine fehlende Oberhoheit ihrer im Raum schwebenden "herrenlosen" Währung ist.

Die "herrenlose" Währung Euro wurde ein leichtes Opfer der Banken-"Obrigkeit", denn sie war nicht nur "herrenlos", sondern auch schutzlos. Innerhalb der Euro-Länder hatten die Banken leichtes Spiel mit Politikern, die Schulden-bereit waren, denn es war ja nicht die eigene nationale Währung, der Euro, sondern eine "herrenlose" von 17 höchst unterschiedlichen Staaten. Sie alle wirtschafteten heimlich aufkosten der anderen, auch die Deutschen, die mit 26000 Euro pro Einwohner Schulden im oberen Mittelfeld liegen.

Vor diesem Hintergrund steht die Banken-"Obrigkeit" in der Verantwortung, wenn ein Staat vor dem Staats-Bankrott steht, wie Griechenland. Sie haben das Schlamassel angerichtet, weil sie auf keinen Spar-Willen, sondern auf einen Verschuldungs-Willen trafen und dies über alle Maßen ausgenutzt haben. Normalerweise haben Staaten einen verantwortungsvollen Sparwillen, wenn sie ihre eigene Landes-Währung besitzen. England ist vielleicht deshalb eine Ausnahme, weil sich das Land im Schlepptau der USA in zu viele Kriege verwickeln ließ, die kostenintensiv waren.

Die Vorstellungen von Europa, die Kanzlerin Merkel entwickelt hat, indem sie versucht hat, von Hinauszögern zu Hinauszögern dabei etwas zu lernen, gehört auf die Müll-Halde. Sie hat etwas, das nur schutzlos dahinschweben kann, zu verankern versucht - aufkosten Deutschlands und seiner Steuerzahler. Sie hat versucht, Europa mit seinem schwächsten Teil, dem Euro, gegen 10 andere Länder zu identifizieren. Laienhafter geht es nicht. Ich verweise auf meine ganze kontinuierliche Kritik, gewürzt mit Persiflagen.

6/Dez/2011 Die Führung Deutschlands in Europa wächst Angela Merkel ans Herz. Sie meint, Widerspruch ist willkommen, Deutschland macht die besten Schulden - vorbildlich, ein Export-Schlager! Merkel macht und macht für Macht.


weiter 12/Nov/2011


Frondienst an ein Banken-System, das die Euro-Länder im Würge-Griff hat

Der "Euro=€" müsste "Banken-Währung=BW" heißen. Seine Länder werden in einen Zustand der Schulden-Abhängigkeit versetzt, aus dem sie nie heraus kommen dürfen. Das bestimmt dieses Banken-Obrigkeit-System. Staats-Schulden müssen so hoch sein, dass der Schulden-Dienst wie ein Frondienst schwebend aufrecht erhalten wird. Dazu gehört auch die Privat-Verschuldung der Bürger dieser Länder. Um auch diese zu stimulieren, gab es bei der Einführung des Euro - jeder erinnert sich - gleich einen Teuerungs-Schub. Alles kostete plötzlich nahezu doppelt so viel. Die Länder mit eigener Währung wie Polen machten diesen Schub nicht mit. Lebenshaltungs-Kosten blieben dort auf niedrigem Niveau.

Was jetzt in Griechenland geschieht, ist den Griechen selbst nicht klar. Sie sollen in der Banken-Schraubzwinge stecken bleiben und für immer Frondienste leisten, eine moderne Form der Sklaverei. Sie erinnern sich an die Teuerung in Griechenland, als der Euro auch dort eingeführt wurde. Lucas Papademos soll Griechenland nun aus der Krise führen. Er war mitverantwortlich, als die Teuerung geschah. Griechenland wird ein Banker vor die Nase gesetzt, der das System in ruhiges Fahrwasser leiten soll, damit der Schulden-Dienst weiter fließt, ungeachtet der kleinen Delle im Bug, die der vereinbarte Schulden-Schnitt verursacht hat. Die Delle ist schon ausgebessert worden. Der Frondienst auch der Griechen kann weiter gehen.


Die falschen Berater Helmut Kohl, Helmut Schmidt, Joskar Fischer 13/Nov/2011

Kohl und Schmidt meldeten sich immer dann sofort zu Wort, wenn Europa ihrer Meinung nach in Gefahr war. Die Rettung Europas verbanden sie mit der Rettung des Euro. Sie unterstützten die Rettung Griechenlands. Diese "Beratung" war falsch. Der Euro ist nicht Europa, seine Rettung spaltet Europa immer mehr. Schon verstärkt sich in England die Tendenz, die EU zu verlassen Anmerkung1. England ist jedoch ein Kernland Europas, das den ganzen europäischen Kontinent über sich selbst hinauswachsen ließ. Anlässlich seiner Bambi-Verleihung zog sich Helmut Schmidt auf die Position zurück, Deutschland möge den Frieden mit seinen Nachbarn bewahren. Vermutlich dämmert es ihm, wie falsch er lag.

Der "herrenlose", "schutzlose", den Banken-Zirkeln ausgelieferte Euro mitsamt den dazugehörigen Schulden-Politikern wurde als Kitt Europas eingeführt. Der Kitt ist nun trocken, platzt ab. Die Euro-Länder sind höher verschuldet als die anderen Länder, zanken sich ums Geld. Das schrieb ich oben schon.

Wie kann der Euro in Zukunft sein? Wie sieht er aus, wenn er gerettet wurde? Aus dem Euro wurde aber schon längst ein "BW", eine Banken-Währung, er existiert praktisch nicht mehr. Auch das steht oben schon da. Ich wiederhole, weil der Text von oben die falsche Beratung der ehemaligen Kanzler und des ehemaligen Außenministers deutlich macht.

Kein einziges Wort kam von den Herren, das den Euro als Spalt-Pilz und als Schulden-Stimulator beschreibt. Kein einziges Zukunfts-Modell hatten sie anzubieten. Ihre Kritik schürfte in der Vergangenheit. Sie vernebeln ihre Amtszeit, um gut da zu stehen, und kritisierten Kanzlerin Merkel nebulös, sibyllinisch, vieldeutig, um noch besser da zu stehen. Ex-Außen-Minister Fischer verlegte sich in der Regel auf immer mehr Konjunktur-Hilfs-Pakete, die er empfahl, weil sie den USA nützen und er dort bei der ehemaligen Außenministerin Madeleine Albright verankert liegt, die ihn jüngst mit lukrativen ziemlich kapitalistischen Fischer-Geschäfts-Modellen versorgt. Die "Beratung" ist voller Eigennutz.

Ein Konzept gegen den spröden Euro hatte ich entwickelt. Halbwegs kommt dieses Konzept dem Ideal entgegen, dass jedes Land in seiner eigenen Währung für sich sorgen darf. Computer-Simulation der jeweiligen ehemaligen Währung sollte den Anspruch auf Hilfe aus Rettungs-Etats festlegen. Damit bekäme der Euro die fehlende Flexibilität.

Sodann ist in meinem Konzept nachzulesen, dass der Euro eine Qualitäts-Währung sein kann, der ein festes Regelwerk zugrunde liegt. Auch Staaten außerhalb Europas könnten sich für diese Währung entscheiden, wenn sie das Regelwerk einhalten wollen. Dieses Werk muss so konzipiert sein, dass Selbst-Reinigung impliziert ist. Eine Verschuldungs-Obergrenze und Mechanismen zum Schulden-Abbau wären bindend enthalten. Aus hierzu hatte ich Details vorgetragen, schon lange. Wenn sie nicht beachtet werden, kommt es zur Destabilisierung Europas. Da sind wir jetzt.


Anmerkung1 17/Nov/2011

Der Europa-Abgeordnete der SPD, Martin Schulz, sagte nun auch, dass Europa gespalten wird, "das ist die eigentliche Spaltung". Nur merkwürdig, dass solche Statements immer erst nach meinen Analysen kommen, diesmal wieder im bekannten Zeitabstand von 3 Tagen, den ich schon gewohnt bin.

Absolut nicht von mir geklaut dagegen eine Aussage des CDU-Bundestagsabgeordneten und Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Volker Kauder: "In Europa wird jetzt Deutsch gesprochen". Er meinte die sachliche Dominanz Deutschlands bei der Bewältigung der Staats-Schulden-Probleme der Euro-Länder. In England, nicht Euro-Land aber Mitglied der EU, stieß diese Aussage verständlicherweise auf Empörung. Die Aussage Kauders gehört schon wegen England in die Kiste der Unworte, die an Verblödung grenzen. Sie wurde mitten im Verfassungsschutz-Skandal um die sogenannten Döner-Morde geäußert. Bringt man nun die Aussage von Kauder "In Europa wird jetzt Deutsch gesprochen" auch in diesen Zusammenhang der Neo-Nazi-Morde, werden die "Unworte" zu einer Steigerung von "Verblödung". Wie lautet die Steigerung von "Verblödung"?

Sachlich dagegen Jean-Claude Juncker: "Deutschland hat eine Staatsverschuldung von mehr als 80 Prozent der Wirtschaftsleistung, Spanien kommt dagegen auf rund 60 Prozent." Auch hier gibt es absolut keinen Grund für deutsche Überheblichkeit.


Weiter 3/Dez/2011


Ackermann zerpflückte im Hamburger "Michel" die europäische Krisen-Politik. Alle seine mahnenden Worte hinsichtlich der Einigung Europas dienten der Deutschen Bank. Er will, dass die Grundlagen für Kaufgeschäfte der Banken, die damit gesicherten Zinseinkünfte von staatlichen Schuldnern und die Boni der Manager-Etage erhalten bleiben. Er sieht das Banken-System gefährdet, wenn Ländern Schulden erlassen werden oder wenn sie womöglich aus dem Euro-Verbund ausscheren mit der Folge, ihre Gesamt-Schuld abzuschreiben. Banken können nicht aufmarschieren, um Zahlungs-Unwilligkeit oder Zahlungs-Verweigerung zu verhindern. Die Boni sind dann weg, Banken gehen pleite, der Schuldner fängt bei Null an.

Eine Einigung Europas darf auf gar keinen Fall über einen Ackermann laufen, allerdings auch nicht über die Traum-Exzerzitien einer Kanzlerin Merkel. Die Kanzlerin will eine Fiskal-Union, die abstraft, wenn Länder nicht spuren. Geld-Entzug aus Brüssel stellt sie sich vor. Sie befindet sich damit auf der Linie Ackermanns. Sie selbst geht in Deutschland mit schlechtem Beispiel voran, macht mehr statt weniger Schulden, auch im Sinne Ackermanns. Ihre Schulden-"Bremse", die sie Europa verordnen will, funktioniert also nicht. Sie ist auch überholt. Merkel probiert und hinkt dem Markt hinterher. Der Markt bestimmt nämlich schon längst, nicht sie und nicht irgend eine europäische Kommission. Selbst die Gemeinschafts-Haftung gibt es schon in Form der Ramsch-Aufkäufe durch die EZB. Dazu bedarf es der "Euro-Bonds" nicht einmal, die auch das Raucher-Bein Exkanzler Schmidt ins Feld führt.

Staatsanleihen sind nur noch schwer an den Mann zu bringen. Wenn sie zu hohe Zinsen versprechen, ahnt der mögliche Käufer die Unsicherheit, wenn sie zu wenig Zinsen einbringen, ist er nicht interessiert und ahnt trotzdem inzwischen, dass die europäischen Anleihen und deren Rückzahlung nicht sicher sind. China signalisierte gestern, es werde seine Devisen-Schätze lieber horten, um mögliche Gefahren gegen das eigene Land abwenden zu können. China werde Europa nicht helfen. China steht aber bereit, wenn es um europäischen Ausverkauf geht.

Die Schulden-Bremse der Merkel ergibt sich von allein. Der Schulden-Markt ist gesättigt, das "Perpetuum Mobile" des Goldregens für prassende Schulden-Länder auf Pump funktioniert nicht mehr. Nun kommen die Pleiten und mit ihnen die neuen Herren, die Devisen-Schätze im Hintergrund, keine Schulden haben und diktieren können. Die Verführungen durch Banken, durch Elite-Banker wie Ackermann, haben Europa in diese Lage gebracht. Die Verführten, wie immer sie auch heißen, Stoiber und der ganze Rattenschwanz, Parteien, Regierungen, Parlamente, europäische Institutionen etc. reden sich irgendwie heraus oder verschwinden von der Bildfläche. Übrig bleibt der Bürger, der alles zahlt, der alles erdulden muss, dem Sicherheiten und Chancen geraubt werden.







Kontinuierlicher zeitlicher Schulden-Schnitt DEUTSCHLAND und gleich auch noch mit Neuverschuldung


Schuldenuhr


Staatsschulden pro Kopf in Deutschland

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