Samstag, 17. September 2011

Kanzlerin Merkel garantiert ...


Wann wird Kanzlerin Angela Merkel, Gut-Mutti will immer nur helfen und retten, abgewählt?

So kann es nicht weiter gehen. Eigentlich musste Deutschland gar nichts garantieren. Garantien sind der Spekulations-Grund gieriger Banken. Sehr schnell, zu schnell, werden solche Garantien fällig. Nun besteht sogar die Gefahr, dass Garantien/Bürgschaften auf den dauerhaften Euro-Rettungs-Schirm ESM ab 2013 übertragen werden. Vor ein paar Stunden schrieb ich:


Der recht junge "Wilde" mit dem gewinnenden Lächeln und dem stets selbstbewussten Abgang, Wirtschafts-Minister Rösler, mausert sich zu einer deutschen Stabilität-Garantie und verweist auf das Urteil des Bundes-Verfassungs-Gerichtes, Euro-Bonds seien nicht möglich, sie seien nun gegen die Verfassung. Dabei übersieht er drei Dinge. 
  1. Euro Bonds können keine nationale Herausgabe eines einzelnen Euro-Landes sein. 
  2. Neben Euro-Bonds würden weiterhin nationale Staats-Anleihen existieren, die sich an den freien Markt wenden. Sie müssen sogar parallel heraus gegeben werden können, um den wirtschaftlichen Stand objektiv testen zu können.
  3. Der Rettungsfonds EFSF ist der falsche Weg, wenn Deutschland überproportionale Garantien tragen muss. Der Fond sollte nach Euro-Bonds erneut überlegt und eventuell als überflüssig verworfen werden.
Die beiden ersten Punkte hängen ursächlich zusammen, wenn der Erhalt von geliehender Wertschöpfung aus Bonds von einem Land beantragt werden muss und über die Verwendung des günstigen Geldes zentral entschieden wird. Vor allem muss die Bewilligung an Bedingungen geknüpft sein, die dem Antrags-Land hilft, seine Wirtschaft auf die Beine zu stellen. Die Mittel dürfen nicht einfach verkonsumiert werden und in wenig effektiven und viel zu großen nationalen Verwaltungen "verschwinden". Die zurzeit in Griechenland tätige "Task-Force" könnte sich zu einem wirksamen Instrument entwickeln. Europa hat also die Gelegenheit, an Griechenland "üben" zu können. Dazu würde auch eine kurzfristige tatsächlich Insolvenz Griechenlands gehören, die zum Beispiel nächsten Monat eintreten könnte. Kein Beinbruch! Vielmehr eine Erfahrung, wie sie etwa das Land Kalifornien unter Schwarzenegger gemacht hat. Ausprobieren! Griechenland benötigt dringend die hautnahe Erfahrung, eigenes Geld verdienen zu müssen.

Geld aus Euro-Bonds sollten ein Disziplinierungs-Mittel der EZB werden, Drosselung und Wirtschafts-Beratung im Zusammenarbeit mit einer Europäischen Finanz-Institution eingeschlossen. Sie sollten von der EZB heraus gegeben werden. International wartet man auf Europa-Staatspapiere. Damit gewänne Europa an Profil, nachdem es in Breslau bereits Selbst-Bewusstsein gezeigt hat. (Ende der Übertragung aus meinem anderen Blog). Die EZB muss aufhören damit, Ramsch-Papiere von Mitglieds-Ländern aufzukaufen, um aus gutem Korn schlechtes Mehl zu produzieren. Die Bonds könnten stattdessen das Steckenpferd werden. Deutschland sollte dann versuchen, eigene Staatsanleihen zu noch günstigeren Bedingungen abzusetzen, solange Neuverschuldungen denn noch sein müssen.

Hier deutete sich an, dass Euro-Bonds nationale Garantien/Bürgschaften ersetzen können, wenn Herausgabe und Vergabe durch die EZB erfolgt. Große Pakete an andere Nationen wie China könnte die EZB selbst verwalten, für kleinere kann sie Privat-Banken einspannen. Der Markt selbst, die breite Basis und der Ruf der EZB reichen aus, um Käufer zufrieden zu stellen. Ausfall-Versicherungen dürften nicht allzu teuer werden. Ohne diese ginge es auch. Garantien/Bürgschaften müssten nicht sein. Euro-Bonds wären nicht nur eine Stärkung für Europa, einher ginge mit Sicherheit auch eine engere Verzahnung nationaler europäischer Verwaltungen, basierend auf sinnvollen Zentralisierungen in Brüssel.


Nachtrag 20/Sept/2011

Welches Stichwort aus diesem Thread ich auch in die Google Bilder-Suche eingebe, z. B. "Merkel garaniert" oder weitere, das Kolumnen-Bild will nicht erscheinen. Gestern oder Vorgestern noch erschien zumindest ganz oben links ein Thumbnail des Bildes aus Wikinews, wo man sofort auf die Kolumne und das Bild verwies. Dieses kleine Bild der Merkel-Persiflage erschien zuerst auch in der Google-Suche gleich ganz oben. Und nun? Weg! Das große Merkel-Mein-Volk-Bild: Fehlanzeige. Merkwürdigerweise wird unter "alles", wo die Internet-Adressen zur Suche aufgezählt und nach Relevanz aufgeführt sind, die Adresse der Kolumne gleich an der ersten Stelle geführt. Die Persiflage aber, das "Kolumnen-Bild" selbst, bleibt dagegen unsichtbar. Die Stasi aus der ehemaligen DDR lässt grüßen.

Besonders treffende Persiflagen haben offenbar ein Schicksal: sie werden "gemeldet", und zwar von Aufpassern und Schnüfflern der Regierung. Die besonders unangenehmen weil wahren Satiren lässt man verschwinden. So war es auch bei "Ritter Trichet". Später setzte sich der Such-Algorithmus von Google dann doch durch. Alles "melden" nützte letztlich nichts. Ich hoffe, dass die Persiflage in voller Größe bald erscheint. Sie wirft nämlich ein Licht auf die Unsicherheit der Regierung Merkel und auf sie selbst.  Sie wird dringend benötigt, damit die Öffentlichkeit aufwacht.

Ich möchte noch auf ein Interview des Spiegel mit den bekannten Herren Sinn und Enderlein zu sprechen kommen, gegen und für Euro-Bonds. Es datiert bereits am 22/August/2011, ist also schon etwas älter. Umso deutlicher werden die logischen Irrtümer, besonders von Herrn Sinn, die zutage treten, wenn man die Analyse der Punkte von oben hier gelesen hat. Dazwischen liegt fast ein Monat.


Nachtrag 21/Sept/2011

Der Präsident des Münchner ifo-Instituts, der Ökonom Hans-Werner Sinn, legte nach, war heute in der Deutschen Welle zu hören: Griechenland zurück zur Drachme, raus aus dem Euro, soll abwerten, billiger exportieren, alles andere sei "rausgeschmissenes Geld".

Insolvenzen werden gewöhnlich innerhalb einer Währung abgewickelt. Dafür extra einen Währungs-Wechsel einzuführen ist absurd. Ferner vermanscht Herr Sinn Staats-Apparat mit Export. Der Apparat exportiert nichts. Selbständige Firmen, die exportieren, haben in der Regel nichts mit dem Staats-Apparat zu tun, es sei denn, sie werden subventioniert. Das griechische Leben auf Pump betrifft den Staats-Apparat, viel weniger die freie Wirtschaft. Die Trennung gibt es auch in Deutschland. Export und die Bedienung von Binnen-Nachfragen boomen aufgrund aufgeweckter innovativer Firmen und der Staats-Apparat mit seinem Regierungs-Sprachrohr will sich damit schmücken, mit fremden Federn schmücken.

Die Spar-Maßnahmen der griechischen Regierung tendieren dazu, die freie Wirtschaft eher zu behindern, um irgendwie an Geld zu kommen. Richtig wäre aber, den Apparat konsequent zu verkleinern, zu hohe Renten und Staats-Gehälter zu kürzen, dabei aber die Wirtschaft anzuregen statt zu behindern.

Die radikale Ansicht von Ökonom Sinn macht keinen Sinn. Europa, die Inspektoren der Troika aus EU, EZB und IWF, müssen zwar noch "üben", wie ich meine; Griechenland verspricht jedoch zu einem Modellfall zu werden. Theoretisch könnte das Land auch an einer drohenden Insolvenz vorbei schrammen. Sollten die Spar-Anstrengungen real sein, könnten nächste Schritte erfolgen, um die Wirtschaft auf die Beine zu stellen. Billigere Ausfuhren aufgrund reduzierter Löhne sind selbstverständlich auch in der Euro-Währung zu bewerkstelligen. Dazu muss das Land nicht zurück zur Drachme. Die Troika sollte mit einem Bündel von Ideen für Wirtschafts-Wachstum helfen, um den Griechen Mut zu machen.


Nachtrag 24/Sept/2011

Griechenland spekuliert mit einem Schulden-Schnitt von 50 Prozent. Der Finanz-Minister möchte die Hälfte geschenkt bekommen. Im Gegensatz zu total armen Entwicklungs-Ländern, die meist einen Erlass von 100 Prozent anstreben, möchte Griechenland "nur" 50 Prozent. So soll eine Insolvenz vermieden werden. Die Bitte um Erlass von 50 Prozent und eine Offenbarung, nur 50 Prozent zurückzahlen zu können, nachdem die Kredite genossen und verkonsumiert wurden, sind in etwa das Gleiche.

Deutschland unterstützt. Merkel will ein Problem vom Hals haben. Die Banken sollen mehr in den Wind schreiben. Deutsche kämen relativ glimpflich davon. Merkel will sich mit einer gut 400 Milliarden Bürgschaft für den Rettungs-Fond ESFS über die Runden retten und erdrückende Verpflichtungen auf "ihr Volk" abladen. In möglicherweise zwei Jahren wird sie gar nicht mehr im politischen Geschäft und abgewählt sein.

Ich schrieb: ESFS: Euro-Schlampe Fic.. Staatsverschuldung. In der Google Bilder-Suche kommen auf eine entsprechende Such-Anfrage haufenweise meine Persiflagen und Blog-Adressen ganz oben, die Kolumnen-Satire, siehe oben, kommt weiterhin nicht. Sie wird vom Merkel-Apparat eliminiert, wie, das weiß ich nicht. Nachtrag 24/Okt/2011: mit Verspätung kommt die Satire nun aber endlich.

Eine Möglichkeit wäre, ähnlich wie bei Bad-Banks den Schulden-Schnitt nicht zu erlassen, sondern einfach auf Eis zu legen. Hat sich Griechenland mit der Zeit erholt, können die anderen 50 Prozent hervorgeholt werden, die dann gestreckt zurück zu zahlen sind.

Zeitlicher Schulden-Schnitt DEUTSCHLAND und gleich ein paar Minuten später, mit Neuverschuldung

Schuldenuhr

Staatsschulden pro Kopf in Deutschland

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